Mitdenkbuch

….vom digitalen Lernen und Leben!

Blog als Werkzeug für Wissensmanagement?

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Von jeher dienen Tagebücher dazu seine Erfahrungen, Erlebnisse und seine neusten Erkenntnisse festzuhalten. Logbücher von Schiffen geben Auskunft darüber was an Bord geschehen ist.

Warum also nicht Blogs für Wissensmanagement nutzen?

Werner Stangl beschreibt die Möglichkeiten mittels Blogs sein Lernen selbst zu organisieren und schildert die Möglichkeit, der Nutzung als Wissensspeicher und das Potential eine neue Wissenskultur zu fördern.

Durch die Möglichkeit Beiträge zu kommentieren und seine Meinung dazu zu schreiben kommt in einem Gruppenumfeld eine Facette hinzu, die ein herkömmliches Tagebuch eben nicht hat: Die unterschiedliche Sicht auf die Dinge. Bereitgestelltes Wissen oder formulierte Gedanken in Form eines Posts werden durch Kommentare und Antworten angereichert.

Guretzky beschreibt in seinem Post zum Thema: Wikis, Blogs und Wissensmanagement Blogs die zum Ziel haben Unternehmenswissen zu archivieren, Ideen zu speichern oder Practice-Beispiele zu sammeln und zu bewerten als Klogs – Knowlege Logs. Zusätzlich zeigt er einige Vorteile auf warum sich der Einsatz von “Klogs” lohnt:

  • Wissen bleibt wenn ein Mitarbeiter geht
  • “Klogs” können den asyncronen Wissensaustausch fördern
  • Wissen wird dokumentiert wenn es entsteht (allerdings liegt das schon auch am Nutzungverhalten)

Der Artikel von Herrn Guretzky  ist schon eine ganze Weile alt und ich frage mich ob sich diese “Klogs” nun in der Welt des Wissensmanagements verankert haben.

Sie scheinen mir doch eine attraktive Möglichkeit zu sein. Sicherlich Erfolg und Misserfolg liegt hier bei der Mitarbeiterbeteiligung. Nicht jeder teilt sein Wissen gerne (obwohl es in den meisten Arbeitsverträgen sogar verankert ist, das man seine Arbeit zu dokumentieren hat), nicht jeder ist der Typ zum bloggen. Dennoch hat man wie im oben genannten Artikel auch beschrieben Möglichkeiten  Mitarbeiter zum bloggen (oder kloggen???) zu ermutigen um so Leben in den Klog zu bringen.

Die von Guretzky erwartete Killerapplikation ist es aber wohl nicht geworden. Trotzdem ein Gedanke ist es mit Sicherheit wert, wenn über die Einführung von einfach zu handhabenden Wissensmagagementsystemen nachgedacht wird.

4 Comments

  1. Solli,
    leider ist oft im Alltag wenig Zeit für so etwas, wenn ich mir meine Abteilung vorstelle wäre es schwierig (13 Mitarbeiter, täglicher Kontakt und fast täglich eine andere Sitzung mit versch. Personen), jedoch wenn die Mitarbeiter sich nicht immer sehen und treffen, kann ich mir vostellen das dies ein einfaches und nützliches Tool ist, zu den man jederzeit zurgreifen kann. Im privaten nutzt man es doch auch; ich weiß irgendwo nicht weiter und schon hat jemand das gleiche Problem gehabt und schreibt es nieder. Ich glaube ich muss damit auch anfangen;)

    • Hallo André,

      herzlichen Dank für deinen Beitrag. Ich könnte mir in diesem Umfeld vorstellen, das ein Blog eher wie ein Wissensspeicher funktioniert. Man unterhält sich zwar mit einem Kollegen über ein Problem und löst das dann auch bilateral, aber die Lösung selbst bleibt in dem meisten Fällen undokumentiert. Kommt in ein paar Jahren eine neuer MA dazu und steht vor einem ähnlichen Problem kann er das Archiv befragen (weil es ist ja auch nicht immer ein erfahrener Kollege da oder der weiss es grad auch nicht). Klar ein bisschen Aufwand ist es schon. Aber im Gegensatz zu bsp. einer Ordnerwand mit Ideen und Lösungsbeispielen kann ich in einem Blog digital suchen. Das spart dann wieder ein bischen Zeit. :)

  2. Interessant … ich versuche gerade in meiner Firma das bloggen schmackhaft zu machen, da aber bereits mit Wiki gearbeitet wird, sind einige noch skeptisch. Ich finde den Ansatz von Namics (http://blog.namics.com/) noch interessant und würde mir sowas wünschen – wirkt gegen aussen wie gegen innen, da bin ich überzeugt.

    • Hei,
      ich kann mir vorstellen, das da die Vorbehalte gegen: “oooch ne nicht noch ein Tool” hoch sind, jedoch denke ich das Bloggen eine ungezwungenere Art ist sich mitzuteilen und sein Wissen zu dokumentieren. In einem Wiki muss man ja schon alles wieder vergleichbar strukturieren und aufbereiten.
      Den Link muss ich mir mal in Ruhe ansehen danke für den Input :)

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